Straßenschild Triftweg

Straßenschild Triftweg

Ein Straßenschild an dem besonderen Erinnerungen geknüpft sind, wurde von Frau Ursula Bauer zu Verfügung gestellt. Frau Bauer verbrachte ihre Kinderzeit am Greiffeld. Ihre Eltern wohnten Angangs in der Töpferreihe. Frau Bauer, die heute in Mannheim wohnt, hat folgende Erinnerungen im Zusammenhang mit diesem Schild:

Das Schild Tiftweg (heute Petershagener Straße) hat mein Onkel auf dem  Altstadtfest im Jahr 1993 gekauft, weil es viele Erinnerungen in ihm weckte. Er hat es in einem Kellergang zum Garten aufgehängt, ich habe es dort oft gesehen und mich gefreut, dass er es aufgehoben hat.
Der Triftweg, von den Salzgitteranern Drift genannt, war ein einfacher Feldweg, der sich bei Regen in eine Schlammpfad verwandelte. Ursprünglich wurde darauf das Vieh zur Weide getrieben also getriftet. Dort wuchsen alte Lindenbäume, in denen die größeren Jungens Strickleiter befestigten, um in den Bäumen zu spielen.
Mein Onkel der noch klein war, zog an dem Strick und die Leiter kam herunter, die mit einem großen Stein beschwert war, damit niemand sie herunterziehen sollte, und der Stein fiel auf seinen Kopf. Diese ganzen Geschichten hat mir meine Tante erzählt die dort mit meiner Mutter und meinem Onkel aufgewachsen ist, sie durften in den Gärten hinter den Häusern nicht spielen nur auf der Drift oder Töpferreihe. Die Häuser auf der Töpferreihe hatten Hinterhäuser ohne Nummern und die gingen zu Drift.
Es gab da das Hinterhaus Töpferreihe 19 dort war eine Tonkuhle die zum Baugeschäft Blanke gehört hat, der dort auch sein Geschäft hatte die Nummer 21/23. war eine Schule mit einem großen Hof zur Drift, das hat alles Blanke auch gekauft.
Wenn man vom Bahnhof aus in die Drift ging kam dort rechts ein kleines schwarzes Haus für den Bahnwärter ein Stück dahinter ein Pumpenhaus mit Pumpe für das Wasser für die Lokomotive. Ein Stück weiter hatte Salge, Fuhrunternehmer, seine Ställe für seine Pferde. Ganz hinten links stand das Armenhaus.
(c) Bauer

Alte Urkunden sagen aus, dass der kleine Vorort von Salzgitter, Vorsalz, anfangs Petershagen hieß. Diese Bezeichnung hatten die Einwohner der insgesamt 20 Häuser umfassenden Zwerggemeinde auf das ganze Dörfchen übertragen, mutmaßlich herrührend von einem am buschbestandenen Bach wohnenden Besitzer. Daneben war aber auch die Benennung „Kniestedter Reihe“ gang und gäbe. Schon 1653 wird das in den Kirchenbüchern mit der Eintragung vermerkt: Kniestedt und Petershagen. Daher der heutige Name Petershagener Straße.

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