Die St.Marien Kirche

Die St.Marien Kirche

Die katholischen Kirchengemeinde St.Marien ist 1542 von Bauern aus den Dörfern Kniestedt, Gitter, Gr. Mahner und Beinum gegründet worden. Da kein eigenes Gotteshaus vorhanden war, musste man für den sonntäglichen Kirchgang einen Fußmarsch nach Liebenburg in Kauf nehmen. Um 1830 wurde dann in Kniestedt an der Braunschweiger Straße eine Privatschule für katholische Kinder eingerichtet. In diesem Gebäude wurde dann neben dem Unterricht auch der Gottesdienst abgehalten. Nachdem die Zahl der katholischen Einwohner immer mehr gestiegen war, wurde 1854 das alte Steinhaus am Kirchplatz erworben. Es ist das älteste steinerne Bürgerhaus von Salzgitter-Bad. In diesem, 1709 als Witwenhaus der Freiherren von Kniestedt erbaute Gebäude wurden eine Kapelle und die Pfarrei eingerichtet.

Das starke Anwachsen der Gemeinde machte den Bau einer Kirche erforderlich. Am 29.Juni 1888 war dann Grundsteinlegung für die heutige St.Marien Kirche an der damaligen Schulstraße – heute Altstadtweg. Am 10.November 1889 waren die Bauarbeiten beendet und das neuromanische, dreischiffige Gotteshaus wurde an die Gemeinde übergeben. Am 01.05.1900 erklärte der Bischof die Vikarie zur selbstständigen Gemeinde. Das auf dem Grundstück angrenzende Gebäude wurde 1909 errichtet und diente bis 1937 als einklassige Schule für katholische Kinder. Dieses Gebäude wird bis heute als Gemeindehaus genutzt. Im ersten Weltkrieg fiehlen die Glocken und Orgelpfeifen der Kriegswirtschaft zum Opfer.

Aufgrund der ab 1937 starken industriellen Entwicklung in Salzgitter und der Zuwanderung von tausenden Arbeitskräften konnte die Kirche den Erfordernissen nicht mehr gerecht werden. Der Versuch eine zweite Kirche zu bauen, wurde von den damaligen Machthabern verhindert. Die Lage entspannte sich erst mit der Gründung der Gemeinde Christ-König und der Bau des Gotteshauses im Jahr 1961 am Wilhelm-Busch-Weg / Kattowitzer Platz. 1949 erhielt die Kirche an der Westwand des südlichen Seitenschiffes einen zweiten Eingang. Bis 1954 waren die Wände, Decken und Bögen farblich ausgeschmückt. Je fünf Rundbögen trennen das Mittelschiff von den beiden Seitenschiffen. Der Kirchenraum erhält Licht durch die bleiverglasten Fenster im Obergaden und Wänden der Seitenschiffe.

Im Sommer 1988 wurde an der St.Marien Kirche eine umfangreiche Innen- und Außenrenovierung vorgenommen. Dabei wurde auch das jahrzehntelang vermauerte Chorgewölbe wieder freigelegt, die das Motiv der Schutzpatronin der Pfarrkirche zeigt. Die St. Marien-Kirche, mit ihren harmonisch gegliederten Rundbogenfenstern und dem mit vierseitigem Dachreiter versehenen Turm ist die zweitälteste katholische Kirche im gesamten Stadtgebiet.

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