Die Waldgaststätte Hasenspring

Die Waldgaststätte Hasenspring

Die Waldgaststätte Hasenspring ist ein traditionsreiches Wirtshaus und liegt mitten im Vöppstedter Erbschaftsforst südlich der alten Salzstadt Salzgitter-Bad. Im romantischen Quelltal des Hasensprings, nicht unweit der Teufelskirche, entstand ca.1902 auf 50m² Boden die Waldwirtschaft Hasenspring. Der Bankier Ernst Sievers stellte einen Pavillon zur Verfügung, der in einem Garten in der Töpferreihe gestanden hatte. Auch spendete er die nötigen 200 RM um diesen Pavillon an den Platz umzusetzen, der die heutige Gaststätte beherbergt. Der Pavillon war also der Vorgänger des heutigen und beliebten Anlaufpunktes für Ausflügler und Wanderer. Bald hatte sich die schöne und idyllische Atmosphäre herumgesprochen und so erfreute sich der gastliche Ort im Laufe der Jahrzehnte an stets wachsender Beliebtheit und gehört heute unzweifelhaft zu einem der reizvollsten Ausflugsziele der Region.

Im vergangenen Jahrhundert erfuhren die Gaststätte sowie die weitläufige Außenanlage mehrere Veränderungen bzw. Um- und Anbauten. Die Hauptattraktion, besonders für die kleinen Gäste, war in den 1970er Jahren zweifellos ein Außen-Gehege mit Hängebauchschweinen, Hühnern und Gänse sowie eine kleine Autoskooter-Anlage. Die letzte große Umbaumaßnahme fand zwischen 1983 und 1985 statt. Mit viel Idealismus wurde das alte Gebäude von den Eigentümern, den Vöppstedter Erben, von Außen und Innen völlig neu gestaltet. Von den drei bis ca. 1950 erstellten Teilen dieses Gebäudekomplexes konnte nur der Wohnbereich erhalten werden. Der Pavillon sowie der eigentliche Gaststättenbereich waren im Laufe der Zeit soweit heruntergekommen, dass eine Renovierung nicht mehr möglich war und diese beiden Gebäudeteile abgerissen werden mussten. Am 6. Juli 1985 wurde das neue Ausflugslokal eröffnet. Nicht nur das ansprechende Fachwerk und der neue Giebel des Hauses, sondern auch der neu gestaltete Biergarten und die erweiterte Terrasse fügen sich harmonisch in die Waldlandschaft ein. Als neue Pächter wurde das Ehepaar Brennecke gewonnen. 1989 erfolgte der Ausbau eines neuen Wanderweges. Er schaffte eine Verbindung vom Union-Parkplatz über die ehemalige Erzbahntrasse bis hin zur Hasenspringgaststätte. Gebaut wurde der Weg, der durch den sogenannten kleinen Stein führt, mit Hilfe der Sparkasse.

Allererster Betreiber des Waldlokales war übrigens der Gastwirt Friedrichs, der auch gleichzeitig Pächter des “Gasthofs Zur Börse” in Bad Salzgitter war. Es folgten Clemens Jordan, der Pächter Reitzel, ab 1954 Anneliese Steinert, zwischen 1963 und 1965 Gastwirt Schamulies, bis 1974 Gastwirt Wüste und bis 1984 der Gastwirt Bauer. 1996 übernahm der heutige Pächter Jürgen Laboch die Gaststätte von Albert Brennecke. Die Waldgaststätte Hasenspring ist heute ein nicht mehr weg zu denkendes Ausflugslokal im südlichen Waldbereich von Salzgitter. Die gemütlichen Räumlichkeiten bieten den richtigen Rahmen für geselliges Beisammensein, Familienfestlichkeiten oder für eine Feier im kleinen Kreis. Nicht nur an Sommerabenden, wenn man der Hitze des Alltags entfliehen möchte, empfiehlt sich ein Besuch der Waldgaststätte. Das ganze Jahr über kann man hier inmitten des Waldes seine Seele bei einem gut bürgerlichen Essen, einem Stück Kuchen oder bei einem frisch gezapften Bier baumeln lassen und alle äußeren Zwänge vergessen.

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