Chronik 0800 – 1778

800
In der fränkischen Gauverfassung erscheint "Soltga" / „Salzgau“.

900
Das Urdorf Vöppstedt wird erstmals erwähnt.

921
Die Kniestedter Königsburg aus der Zeit König Heinrich des Zweiten wird zerstört.

1125
Erste Erwähnung des Salzwerkes bei Gitter mit Salzkoten Pfännerschaft.

1147
In Vöppstedt werden urkundlich sieben Höfe benannt.

1209
Kniestedt wird erstmals erwähnt.

1273
Die Solquelle bei Salzgitter versiegt trotz aller technischen Bemühungen der Mönche des Klosters Steterburg. Die Stadt erhält Mauern und Tore. Es bestehen 47 Siedehütten.

1350
Die Vöppstedter Salzbauern verlegen ihren Wohnsitz in die neue Stadt, erhalten die Stadtrechte und dazu das Recht, die Stadt mit Mauern, Gräben und Wall zu schützen. Die neue Siedlung erhält den Namen Solt to Gytere, das heutige Salzgitter.

1370
Die Herren von Kniestedt verkaufen dem Bischöflichen Stuhl in Hildesheim ihren Besitz in Salzgitter.

1481
Die Bierfehde. Dem Städtebündnis schließt sich die Stadt Salzgitter nicht an. 1481 wird sie von goslarschen und braunschweigischen Bürgern belagert. Zerstört werden u.a. die Marienkirche und die Jacobuskirche (heute Vöppstedter Kirche) am Ostwall.

1486
Während die hölzerne Marienkirche nicht wieder aufgebaut wurde, wird 1486 mit dem Neubau der heutigen Altstadtkirche begonnen. Zur Abwehr von Feinden wird sie mit Mauern und mit einem breiten Graben umgeben.

1522
Der Ratskeller erhält ein zweites Stockwerk.

1523
Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig enteignet die Bürger Salzgitters, die eine Salzkote besitzen. Er lässt das Herz der Stadt demontieren und erbaut hier eine für die damalige Zeit moderne Saline. Die neue Saline erhält den Namen Salzliebenhall und wird eine selbständige Gutsgemeinde. Salzgitter verliert seine Stadtrechte.

1533
Das Herrenhaus von Kniestedt wird errichtet.

1565
Hexenverbrennung in Salzgitter am Galgenberg (heute Galberg).

1568
Die Einführung der Reformation in unserem Gebiet beginnt.

1578
Die Pest zieht in unser Gebiet ein.

1579
Das erste Gradierwerk wird gebaut.

1589
Herzog Heinrich Julius von Wolfenbüttel verkauft den salzgitterschen Bürgern das Brauhaus und die drei Gaststätten, die sein Vater Heinrich der Jüngere der Stadt widerrechtlich genommen hatte. Er weigert sich jedoch, die Saline zurückzugeben.

1595
Bau des Tillyhauses als Verwaltungssitz der Saline.

1607
Am Pfingstanger wird ein Gradierwerk gebaut.

1625
Der Dreißigjährige Krieg erreicht unser Gebiet.

1626
Schlacht bei Lutter am Barenberg. Die Niedersachsen werden von den vereinigten Truppen Wallensteins und Tillys vernichtend geschlagen. Tilly nimmt 2 Tage Quartier in Salzgitter im heutigen Tilly-Haus.

1655
Salzgitter wird von einer Brandkatastrophe heimgesucht.

1658
Der Aufbau der Salzstadt Salzgitter beginnt mit der Wiederherstellung der Vöppstedter Kirche als Totenkirche und der Windmühle auf dem Windmühlenberg. Die völlig ruinierten Stadttore werden notdürftig repariert.

1668
Der Salgenteich wird erstmals namentlich erwähnt.

1698
Das Kniestedter Herrenhaus ist erbaut.

1709
Ein großes Feuer vernichtet alle Häuser des Gevierts Kirchplatz, Kirchstrasse, Bohlweg und Marktplatz. Das „steinerne Haus“ am Kirchplatz 3 wird erbaut.

1739
Der Name Vorsalz taucht anstelle Petershagen auf.

1749
Die Sieversche Apotheke entsteht.

1778
Gründung des Modehauses Delius – später Hoth.