Chronik 1930 – 1979

1930
Das Bankhaus Sievers am heutigen Klesmerplatz wird für 110.000,00 Reichsmark von der Sparkasse ersteigert. Das spätere Gildehaus am Vöppstedter Tor 18 wird zum Hotel umgebaut.

1931
Ein Schienenzeppelin passiert bei einer Schnellversuchsfahrt mit über 200 km/h den Bahnhof von Salzgitter-Bad.

1932
Die Firma Anton Raky geht in Liquidation.

1935
Mit dem Bau der Segelfliegerschule am Schäferstuhl wird begonnen.

1936
Die Gittertorstraße die bisher zu Gitter am Berge gehörte, wird von Bad Salzgitter übernommen.

1937
Die Reichswerke werden im Ratskeller gegründet.

1938
Kniestedt wird eingemeindet. Salzgitter gehört jetzt zum Land Braunschweig (vorher Goslar). Die „Sehnsuchtsbrücke“ wird erbaut. Der Kurbetrieb wird eingestellt.

1939
Die Windmühle am Eikel wird abgerissen.

1940
Einweihung der Eikel- und Ziesbergschule. Das Sieben-Raben-Schloss und andere Märchenfiguren im Greifpark werden gesprengt.

1941
Der steinerne Torbogen wird vom Garßenhof in Gitter zur Vöppstedter Ruine umgesetzt.

1942
Das Rathaus am Vöppstedter Tor wird städtische Verwaltungsstelle. Die Stadt Salzgitter wird gegründet.

1944
Ein KZ-Außenlager (Zivilarbeitslager Nr. 43) wird am Rande des Südholzes errichtet.

1945
Die Windmühle am Windmühlenberg wird im Januar durch ein Unwetter zerstört. Eröffnung des St-Elisabeth-Krankenhauses. Am 10.April marschieren amerikanische Truppen in Salzgitter-Bad ein.

1946
Wiedereröffnung des Kurbadehauses.

1948
Die Irenenquelle wird von dem Wildunger Quellenbesitzer Vorlop gekauft.

1949
Der Waldfriedhof wird seiner Bestimmung übergeben. Das Schützenhaus wird auf 2 Jahre verpachtet und zum Kino umgewandelt. Die Abwässer der Kaiserstraße werden nicht mehr in die offene Warne geleitet, sondern in die Kläranlage bei Groß-Mahner. Das Mausoleum an der Vöppstedter Ruine wird instand gesetzt. Der Rat beschließt einen Stadtverkehr mit Omnibussen einzurichten. Es werden 12 Linien von der Firma Janssen & Mikolaiczyk befahren.

1950
Das Bali Filmtheater feiert Richtfest. Bezug der „Barackenschule“ auf dem heutigen SMAG Parkplatz. Auf dem Hamberg wird ein „Heimkehrerkreuz“ aus Fichtenstämmen aufgestellt. Wiedereröffnung des Kurgartens. Konditorcafè Cott in der Töpferreihe wird eröffnet.

1951
Salzgitter-Bad bekommt ein Freibad. Die Bahnunterführung an der Breslauer Straße ist fertig gestellt. Umbenennung in „Salzgitter (-Bad)“. Die ursprüngliche Pfannenschmiede am Marktplatz wird abgerissen. 2 Tennisplätze an der Jahnstraße sind fertig gestellt. Einweihung der neuapostolischen Kirche. Die Müllhalde im Bereich der früheren Kalibahn am Hasenspring wird geschlossen. Gründung des Bürgervereins Salzgitter-Bad. Die Stadt Salzgitter übereignet dem Verkehrsverein den Bismarckturm. Taufe des ersten niedersächsischen Nachkriegssegelflugzeugs auf dem Klesmerplatz.

1952
Baubeginn des 1. Union-Sportheimes. Odermark beginnt mit der Produktion von Herrenbekleidung. Mit dem Bau des heutigen Jugendheimes an der Jahnstraße wird begonnen. Das Baden in der Warne wird wegen gesundheitsschädlicher Verschmutzung verboten. Das neue Wohn- und Geschäftshaus der „Konsum-Genossenschaft Salzgitter“ Kniestedter Straße Ecke Helenenstraße ist fertig gestellt.

1953
Der Verkehrspavillon auf dem Schützenplatz wird eingeweiht. Der Tagebau Finkenkuhle stellt die Erzförderung ein. Der Ratskeller wird durch die städtische WEVG übernommen und für 1 Mio. DM umgebaut. Der Schäferstuhl wird Durchgangslager für Sowjetzonenflüchtlinge. Das 250 Jahre alte „Hirtenhaus“ an der Vöppstedter Ruine wird abgerissen.

1954
„Haus Irene“ (Geschäftszeile am Schützenplatz) wird erbaut. Das „Roxy-Kino“ am Martin-Luther Platz wird mit 620 Sitzplätzen eröffnet. Einweihung des Martin-Luther-Gemeindehauses. Der Eichdorffplatz entsteht. Die Deutsche Bank bezieht ihr Gebäude am Schützenplatz. Die Waldschule wird in Benutzung genommen. Auf dem Gelände des ehemaligen Feuerlöschteiches an der Breiten Straße errichtet die Sparkasse ihre erste Zweigstelle in Salzgitter-Bad. Das neue Saunabad am Kurgarten wird eröffnet.

1955
Die Warne wird für 600.000,- DM verrohrt.

1956
Das neue Bahnhofsgebäude ist fertig gestellt. Einweihung der Bahnstrecke Salzgitter-Bad – Drütte. Der Neubau der ÜZH an der Breslauer Straße wird bezogen. Die Albert-Schloenbach-Realschule wird eingeweiht. Die Gittertorstraße wird als breite Chaussee ausgebaut.

1957
Eröffnung der Tennisplätze im Greifpark.

1958
Die „3 Grazien“ werden vor dem ÜZH-Gebäude aufgestellt (sie standen bisher im Innern des Gebäudes). Das Kriegerdenkmal wird vom Gittertor zur Vöppstedter Ruine umgesetzt. Das Gebäude des Arbeitsamtes ist eröffnet.

1959
Die Liegehalle am Badehaus wird zur Nutzung freigegeben. Das Amtsgericht am Schützenplatz ist erbaut. Die neue Feuerwache wird seiner Bestimmung übergeben. Das Durchgangslager für Sowjetzonenflüchtlinge am Schäferstuhl wird geschlossen.

1960
Schweres Grubenunglück im Schacht „Hannoversche Treue I“.

1961
Karstadt wird eröffnet. Die neue B6/B248 wird freigegeben. Die "Zentrale Erfassungsstelle“ nimmt im Gebäude des Amtsgerichtes ihre Arbeit auf. Das Gotteshaus Christ-König am Kattowitzer Platz wird erbaut.

1962
Die Wiesenschule wird in Betrieb genommen. Die Werbegemeinschaft wird gegründet.

1963
Baubeginn des Gymnasiums. Das Klesmerdenkmal wird am Rande des Klesmerplatzes aufgestellt. Mit dem Bau von 106 Mietwohnungen „Am Felsenkeller“ wird begonnen. Der Eichendorffplatz erhält das „Freiherr von Eichendorff Denkmal“.

1964
Das Bali-Kino brennt bis auf die Grundmauern nieder. Das Kattowitz-Symbol am Kattowitzer Platz wird übergeben. Eine große Zahl von Siedlungshäusern in der Wiesenstraße wird abgerissen. Die „Max und Moritz“ Skulptur steht an der Burgstraße.

1965
Baubeginn für das neue Postamt in der damaligen Schulstraße - heute Altstadtweg. Der 23 Meter hohe Sendemast neben dem Bismarckturm wird errichtet. Zur bevorstehenden „Altstadtsanierung“ wird die Sanierungs- und Aufbaugesellschaft mbH von 37 Bürgern gegründet. Der Greifpark wird vergrößert. Die Hl. Dreifaltigkeit-Kirche an der Friedrich-Ebert-Straße wird feierlich übergeben. Die 2 m hohe und ca. 700 kg schwere "Siegestrophäe" mit einem Bildnis von Altkanzler Bismarck verschwindet über Nacht auf unerklärliche Weise aus dem Eingangsbereich des Bismarckturmes. Das Heimkehrerkreuz, jetzt aus Leichtmetall, wird am Bismarckturm angebracht. Der Teich im Greifpark wird angelegt. Die letzten Bergleute räumen die Schachtanlage Hannoversche Treue 1. Grundsteinlegung für das neue Gymnasium.

1966
Am 7.April wird das städtische Krankenhaus Salzgitter-Bad seiner Bestimmung übergeben. Der damalige Neubau der Sparkasse am Klesmerplatz wird bezogen.

1967
Die Vöppstedter Ruine wird zum Ehrendenkmal umgebaut. Die Polizei bezieht ihr neues Reviergebäude am Gittertor (heute Golfhotel). Eine öffentliche Bedürfnisanstalt („Pilshäuschen“) wird im Bereich des heutigen Anger-Centers aufgestellt. Das Gymnasium am Eikel wird bezogen. Das ehemalige Verwaltungsgebäude am Vöppstedter Tor wird abgerissen. Der alte Brückentorso der ehemaligen Straße nach Gitter (Ortseingang Gittertor) wird abgetragen. Bei Bauarbeiten in der Altstadt werden alte Holzrohe in denen frühe Sole gefördert wurde, gefunden. Das ehemalige Kaiserliche Postamt in der Vorsalzer Straße wird abgerissen. Die „3 Grazien“ werden an der Breslauer Straße aufgestellt.

1968
Erneuerungsarbeiten am Tillyhaus werden durchgeführt. Das „Danzfuß´sche" Haus gegenüber vom Ratscafé wird abgerissen.

1969
Die damalige Post am Altstadtweg wird seiner Bestimmung übergeben. Das „Roxy-Kino“ am Martin-Luther-Platz wird geschlossen. Das Dach von Cafè Klusmann in der Marktstraße brennt ab.

1970
Die ersten Bäume im Kurgarten werden gefällt. Die Baugrube für das kleine Rathaus wird ausgehoben. Die neue Sparkassen-Filiale in der Breiten Straße ist fertig gestellt. Der Ringwanderweg im Vepstedter Erbschaftsforst wird eingeweiht. Das Solebad erhält die Erlaubnis. die Bezeichnung „Thermal-Solebad“ zu führen.

1971
Mit dem Bau der Sonderschule an der Burgstraße wird begonnen. Das alte Badehaus wird geschlossen. Niederbringung zwei neuer Sohlebohrungen im heutigen Rosengarten sowie Verlegung der Sole-Versorgungsleitungen zu dem rund 2 Kilometer entfernten und 80 Meter höher gelegenen, späteren Solewellenbad.

1972
Das Thermal-Solewellenbad am Greifpark wird der Öffentlichkeit übergeben. Übergabe des kleinen Rathauses. Der „Trimm-Pfad“ südlich von „Eggelingslust“ wird eröffnet. Bei Reparaturarbeiten am Bohrbrunnen im Kurgarten vernichtet eine Sole-Fontaine die alten Kastanienbäume und das umliegende Grün. Die Vepstedter Schutzhütte wird gebaut. Zwecks Erweiterung der Deutschen Bank werden in der Vorsalzer Straße zwei Fachwerkhäuser abgerissen.

1973
Das Hochhaus an der Windmühlenbergstraße ist errichtet. Das Amtsgericht ist aus dem Gebäude am Schützenplatz ausgezogen. Die Marktstraße wird zur Fußgängerzone umgebaut. Die Stadt erwirbt den Kniestedter Gutshof.

1974
Der SC Gitter weiht seine Vereinbaracke am alten Sportplatz Gittertor ein. Das 1911 erbaute alte Badehaus im ehemaligen Kurpark wird abgerissen. Die Turnhalle an der Altstadtschule wird erbaut.

1975
Das Vöppstedter Tor und Vorsalzer Straße werden zur Fußgängerpassage, der Marktplatz wird für 700.000,- DM umgebaut. Das Jugendfreizeitheim am Vöppstedter Tor wir in den ehemaligen Räumen der Verwaltungsstelle eröffnet. Mit der Erschließung des Baugebietes „Lange Wanne“ wird begonnen. Das Ehrenmal für die Heimkehrer wird am Bismarckturm eingeweiht. Das Kniestedter Guthaus wird in den heutigen Rosengarten umgesetzt. Der Brunnen am Marktplatz wird abgerissen. Die „Wohnburg“ ist bezugsfertig. Die alten, präparierten Holzrohre werden im heutigen Rosengarten aufgestellt.

1976
Das 1. Altstadtfest. Am Mahner Berg wird die neue Tennishalle eingeweiht. Das Kaufhaus „Blau Gelb“ an der Porschestraße wird eröffnet. Die VPS stellt ihren Personenverkehr auf der Schiene ein. Aus für den „Hüttenflitzer“. Das „Pilzhäuschen“ am Angercenter verschwindet über Nacht aus unerklärlichen Gründen und wird nie wieder aufgefunden.

1977
Abriss der Saline. Baubeginn der Tiefgarage an der Liebenhaller Straße. Die Kirchstraße wird in Gutenbergstraße umbenannt. Mehrere Gebäude am Marienplatz werden abgerissen. Die Bergmannsuhr wird am kleinen Rathaus angebracht. Bauliche Umgestaltung des Plünnecken Brunnen. Der Köppelmannsberg wird Naturschutzgebiet. Der städtische Bauhof Hinter dem Salze Ecke Bismarckstraße wird abgerissen. Das Granitkreuz wird am Bismarckturm angebracht.

1978
Der Ratskeller wird von der WEVG durch die Stadt übernommen. Die Tiefgarage an der Liebenhaller Straße ist eröffnet. Der Pferdestall des Kniestedter Gutshofes wird abgerissen. Der Hauptweg des Greifparkes wird in „Onkel-Stoot-Weg“ umbenannt.

1979
Der Bronze-Esel wird in der Vorsalzer Straße aufgestellt. Das Tillyhaus wird restauriert. Das Bronzedenkmal die beiden „Salzsieder“ wird im Bereich des später gebauten Gildehauses aufgestellt. An der Helenenstraße entsteht ein Geschäftshaus mit Arztpraxen.